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Behandlung von intrakraniellen Gefäßstenosen und Stenosen der extrakraniellen A. vertebralis

Stenosen der intrakraniellen Gefäße bei Intracranial Atherosclerotic Disease (ICAD): Schwere Arterioklerose der intrakraniellen Gefäße ist mit einem hohen Schganfallrisiko assoziiert. Unterschieden wird eine symptomatische und asymptomatische ICAD. Für beide Formen ist die Basistherapie ein striktes BMT (Systol. Blutdruck < 140 mmHg, Ziel LDL<55 mg/dl, Normoglykämie, HbA1c <7%, Lifestyle Modifikation, DAPT bei sICAD für 3 Monate, SAPT für asymptomatische ICAD, regelmäßige duplexsonographische Kontrollen).

Ein Stenting der intrakraniellen Gefäße ist mit einem erhöhten periinterventionellen Risiko assoziiert (SAMMPRIS und VISSIT Studien) und deshalb nur den Fällen vorbehalten, die trotz BMT ein ischämisches Rezidiv aufweisen.

Stenosen der extrakraniellen A. vertebralis: Ebenfalls bildet ein strenges BMT für Stenosen der extrakraniellen A. vertebralis die Basis der Therapie. Eine Überlegenheit einer interventionellen Therapie von symptomatischen- oder asymptomatischen Stenosen konnte bisher nicht nachgewiesen werden und bleibt Fällen mit ischämischen Rezdivereignissen oder komplexeren Fällen mit hämodynamischer Symptomatik im hinteren Stromgebiet vorbehalten.